Risk Management

Die jüngsten Streiks von Mitarbeitern der Flugsicherheit am Frankfurter Flughafen zeigen die Verwundbarkeit einer Wertschöpfungskette. Der Ausfall eines kritischen Elements kann die gesamte Supply Chain lahmlegen und zu massiven wirtschaftlichen Schäden für das Unternehmen führen, falls keine geeigneten Notfallstrategien vorhanden sind.

Das Supply Chain Risk Management (SCRM) ist zentraler Bestandteil des gesamten Risikomanagements eines Unternehmens mit dem Ziel, potenzielle Bedrohungen in der Leistungs- und Lieferkette zu identifizieren, ihre wirtschaftlichen Auswirkungen zu bewerten und geeignete Gegenmaßnahmen zu entwickeln. SCRM reduziert damit die Verwundbarkeit einer Supply Chain durch die systematische und ganzheitliche Betrachtung der Kette und aller Beteiligten. Wesentliches Ziel ist es, die Kontinuität der Supply Chain auch bei Eintreten von Störungen aufrechtzuerhalten, welche ohne Gegenmaßnahme das normale Geschäft unterbrechen und massive Verluste erzeugen würden.

Typische Phasen eines Risk-Management-Prozesses sind:

Risikoidentifizierung

Erkennen der möglichen Störungen und Risikofaktoren entlang der Supply Chain vom Ursprung bis zum Endabnehmer („End-to-End Supply Chain“) unter Zuhilfenahme erprobter Analysemethoden; hierbei sollen sowohl Alltags- als auch Ausnahmerisiken identifiziert werden.

Risikobewertung

Analysieren der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Schadensausmaßes eines Risikos; Entwickeln des Risikoprofils mit vergleichender Bewertung und Priorisierung der verschiedenen Risiken.

Risikoreduktion

Entwicklung von Maßnahmen, um die größten Risiken wirkungsvoll einzugrenzen. Die Beherrschung von Ausnahmerisiken erfolgt häufig über Redundanzen und Absicherungen, Alltagsrisiken können beispielsweise durch veränderte Prozesse, Multiple Sourcing, Kontingentierungsstrategien oder einen höheren Bestand abgefangen werden.

Risk Controlling

Kontinuierliche Messung und Überwachung der Risiken. Viele Risiken lassen sich erst managen, wenn sich Veränderungen im Zeitverlauf abzeichnen.

Die Supply Chain Security konzentriert sich als wichtige Teilaktivität im Rahmen des Risk Managements auf die Sicherheit der Transport- und Logistikketten für die weltweite Distribution von Waren. Wesentliche Bedrohungen entstehen hier beispielsweise durch Terrorismus, Piraterie oder Diebstahl. Mittlerweile bestehen eine Reihe von Standards für die Sicherheit der Lieferkette, z.B. ISO/PAS 28000 – Spezifikation für Sicherheits-Management-Systemen für die Versorgungskette, die Industrieunternehmen helfen, einen einheitlichen Management-Ansatz für das Risikomanagment aufzubauen.

IHR NUTZEN:

Absicherung des Unternehmens gegenüber existenzbedrohenden Risiken in der Supply Chain

Verringerung der wesentlichen Geschäftsrisiken, bewusstes Einstellen eines für das Unternehmen akzeptablen und ausgewogenen Risikoniveaus